Intelligenzminderung im Kindes- und Jugendalter
摘要
Eine Intelligenzminderung, die bei ca. 1 % aller Schüler vorliegt, ist durch eine Abweichung der intellektuellen Fähigkeiten um mehr als zwei Standardabweichungen vom Durchschnitt der Altersgruppe sowie Einschränkungen der adaptiven Kompetenzen gekennzeichnet. Kinder und Jugendliche mit einer Intelligenzminderung weisen eine erhöhte Vulnerabilität auf, sowohl somatisch als auch psychisch zu erkranken, wobei genetische Dispositionen eine große Rolle spielen. Diagnostisch ist neben einer klinisch neurologischen und psychiatrischen Untersuchung eine systematische funktionale Verhaltensanalyse unentbehrlich. Gestützt auf diese empfehlen sich evidenzbasiert in der Behandlung (auto-)aggressiven und stereotypen Verhaltens verhaltenstherapeutische Interventionen, speziell die Positive Verhaltensunterstützung, Elterntrainings und als Ultima Ratio Antipsychotika. Um insgesamt die Versorgungssituation zu verbessern, bedarf es einer breiten fundierten Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und einer effizienteren Kooperation dieser untereinander.