Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen
摘要
Klinisch relevante Formen gestörten Essverhaltens im Kindes- und Jugendalter sind die Anorexia nervosa (AN), Bulimia nervosa (BN), Binge-Eating-Störung (BES) und die neu im DSM-5 verankerten kindlichen Ess- und Fütterstörungen. AN und BN kommen am häufigsten im kinder- und jugendpsychiatrischen klinischen Alltag vor. Gemeinsame Merkmale der Essstörungen sind Veränderungen im Essverhalten, wie z. B. restriktives oder selektives Essverhalten und Essanfälle sowie eine übermäßige Beschäftigung mit den Themen Figur, Nahrung und Gewicht. Epidemiologische Studien zeigen, dass die Inzidenz von Essstörungen in den letzten Jahrzehnten relativ stabil geblieben ist, die Erstmanifestation zunehmend häufiger jedoch in jüngerem Lebensalter erfolgt. Die Entstehung der Essstörung ist multifaktoriell bedingt. Neben genetischen Einflüssen begünstigen soziokulturelle, familiäre und individuelle Besonderheiten deren Entwicklung. Als Methode der Wahl bei der Behandlung gelten psychotherapeutische Verfahren wie die kognitive Verhaltenstherapie und vor allem bei AN familientherapeutische Interventionen.