Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen
摘要
Nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSVNSSV) zeigt sich häufig in Form von Ritzen und Schlagen, aber auch anderen schädigenden Handlungen gegen das eigene Körpergewebe und ist besonders im Jugendalter weit verbreitet. Risikofaktoren, Ursachen und Funktionen von Selbstverletzungen sind vielfältig und stehen im Fokus umfassender empirischer Arbeiten. Obwohl NSSV durchaus als selbstständige klinische Entität betrachtet werden kann und das Phänomen als Forschungsdiagnose im DSM-5 integriert wurde, tritt NSSV im klinischen Kontext meist komorbid mit Störungsbildern wie Depressionen oder der Borderline-Persönlichkeitsstörung auf und ist stark mit einem erhöhten Risiko für Suizidalität assoziiert. Das folgende Kapitel bietet anhand aktueller Forschungsergebnisse und langjähriger klinischer Erfahrung einen Einblick in die Entstehung, den Verlauf und Charakteristika selbstverletzender Verhaltensweisen und geht zum Abschluss vertieft auf die Themen Diagnostik, Prävention und therapeutische Interventionen ein.