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Injektionstherapie – mit gezielten Spritzen den Schmerzzyklus durchbrechen

  • Joachim Grifka

摘要

Durch die spezielle orthopädische Schmerztherapie ist es möglich, bei etwa 80 % der Wirbelsäulenbeschwerden die Schmerzen ohne Operation zu behandeln. Dies gilt auch für Bandscheibenvorfälle. Der Schlüssel zum Erfolg sind gezielte, aufwendige Injektionen an die Nerven und an die anderen schmerzauslösenden Strukturen. Mit der Injektionstherapie nutzt man die Möglichkeit, den Ort des schmerzhaften Geschehens unmittelbar zu beeinflussen. So wird die Wirksubstanz gezielt an die irritierte Nervenwurzel, an die Bandscheibenveränderung oder an die durch die Arthrose gereizte Gelenkstruktur gebracht. Als Wirksubstanz wird ein Lokalanästhetikum verwendet, in der Regel Lidocain, und nur in Ausnahmefällen eine Cortisonbeimischung, was eine abschwellende Wirkung hat. Der Effekt des Lokalanästhetikums besteht nur zu einem Teil in der unmittelbar schmerzstillenden Wirkung, durch die der betroffene, gereizte Nerv für einige Stunden ganz ausgeschaltet ist. Der nachhaltige und längerfristige Effekt liegt darin, dass die Leitempfindlichkeit des gereizten Nervs heruntergeregelt wird. Die Betäubung am Ort der Schmerzentstehung unterbricht den Teufelskreis von Schmerz und Muskelverspannung. Dies geschieht durch die Blockierung der Natrium-Kalium-Kanäle, die für die Schmerzleitung verantwortlich sind. Dadurch ist der Nerv weniger schmerzempfindlich und in seiner Reizbarkeit und Schmerzleitungsempfindlichkeit reduziert.