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Studienlage zur ECMO

  • Daniele Camboni

摘要

Die Studienlage zur ECMO wurde bereits in den Kapiteln zuvor mindestens angeführt. Hier wird nochmal konkret die Studienlage zur ECMO kompakt und übersichtlich zusammengestellt. Insbesondere in den letzten 10 Jahren ist parallel zum gestiegenen weltweitem Einsatz der ECMO die Anzahl der Publikationen immens gewachsen. Trotzdem existiert nur eine kleine Anzahl an aussagekräftigen, randomisierten und kontrollierten Studien. Unter einer Randomisierung versteht man eine Zufallszuteilung einer Therapie (Wortherkunft über randomisieren aus dem Englischen randomize, zu random; wahllos, ziellos, zufällig, willkürlich). Eine kontrollierte, randomisierte Studie ermittelt am zuverlässigsten den Nutzen oder Schaden einer Behandlung. Die Studienteilnehmer werden per Zufall unterschiedlichen Gruppen zugeordnet, sodass nicht vorhersehbar ist, wer in welche Gruppe kommt. Auf diese Art und Weise soll man den Effekt einer Behandlung oder einer Therapie tatsächlich auch präzise messen können. Auf der anderen Seite haben randomisierte Studien auch Nachteile. So können randomisierte Studien nicht immer das tatsächliche Patientenaufkommen simulieren. Es werden zahlreiche Ein- und Ausschlusskriterien festgelegt, um einen Effekt tatsächlich sicher zu ermitteln, sodass sehr selektionierte Patienten behandelt werden, die nicht immer die Realität abbilden. Außerdem sind sie umständlich durchzuführen, kostenintensiv und nicht immer auch tatsächlich im klinischen Alltag anwendbar. So ist es z. B. schwer einen Patienten, der sich im kardiogenen Schock unter hoher therapierefraktärer Katecholamintherapie befindet, per Studienprotokoll aufgrund einer Randomisierung nicht an eine ECMO anzuschließen. Dieses Problem ist z. B. auch in einer randomisierten weiter unten aufgeführten ECMO-Studie, der EOLIA-Studie, aufgetreten. Zu viele Patienten sind aus der konservativen Gruppe in die ECMO-Gruppe konvertiert. Diese Studie wurde daher per Protokoll abgebrochen.