Lost In Translation (Sofia Coppola, 2003)
摘要
In der japanischen Kunstgeschichte gibt es erotische Zeichnungen aus der Edo-Zeit, sogenannte Shunga, die nicht nur äußerst freizügig sind, sondern sowohl männliche wie weibliche Lust feiern und von Männern wie Frauen gleichermaßen betrachtet und gebraucht wurden; sie sind intim, indem sie die Körper nie ganz enthüllen und die Betrachter weniger zu Voyeuren als vielmehr zu Gästen machen, zugleich sind sie sehr explizit, zelebrieren die heterosexuelle und homosexuelle körperliche Liebe mit deutlich hervorgehobenen Genitalien. Die männlichen und weiblichen Genitalien werden in der Shinto-Religion und vielen entsprechenden Fruchtbarkeits-Zeremonien Japans gleichermaßen verehrt und als Skulpturen dargestellt und gefeiert – oft stark vergrößert abgebildet, weil sie nur so ins Zentrum rücken und nur so gezeigt werden kann, dass es um sie und um die sexuelle Lust geht.