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Les choses de la vie (Die Dinge des Lebens; Claude Sautet, 1970)

  • Michael Staiger

摘要

Der Beitrag analysiert den 1970 unter der Regie von Claude Sautet entstandenen Film „Les Choses de la vie“ (dt.: „Die Dinge des Lebens“). Zunächst wird auf die Handlung und die Erzähldramaturgie eingegangen, dann auf den Unfall des Protagonisten als Höhepunkt und Wendepunkt der Filmerzählung. Anschließend wird der Film als Reflexion von Zeitlichkeit interpretiert, sowohl im Hinblick auf die physikalische Zeit (Auto als „Zeitmaschine“, Wiederholungen und Zeitlupen, freeze frames, Zeitinversion usw.) als auch auf die subjektive Zeit (Erinnerungs- und Traumbilder des Protagonisten). Schließlich erfolgt eine Verortung des Films im Oeuvre des Regisseurs sowie dem filmhistorischen Entstehungskontext und eine Einordnung im Hinblick auf die Kanonkriterien von Paul Schrader. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich in den Zeit-Bildern in „Les Choses de la vie“ Reales und Imaginäres überlagern und sich zu einer audiovisuellen Nahtoderfahrung und Sterbevision in einer Detailgenauigkeit verdichten, wie sie im Kino nur sehr selten zu sehen ist.