Religion, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
摘要
Der Beitrag verortet die Wurzeln rassistischen Denkens in der europäischen Kolonialgeschichte. Diese werden mit dem Augenmerk auf die Schuldverstrickungen christlicher Religion und Kirche bis in das moderne, aufgeklärte Selbstbewusstsein Europas nachgezeichnet. Leitend für den Beitrag ist das Verständnis von Rassismus als einer Analysekategorie, die Formen von gruppenbezogener Beherrschung und Ausbeutung zu legitimieren versucht. Im Artikel werden wesentliche rassistische Funktionsweisen auch postkolonialer Gesellschaften dargestellt und analysiert, bspw. die Produktion von Oberflächenbildern der Anderen, Formen des Othering, der Islamophobie und politisch-ideologisch motivierte Identitätskonstruktionen. In einem letzten Schritt werden Ansätze für eine rassismuskritische Wissenskritik im Kontext von Theologie und religiöser Bildung entworfen, welche die Hybridität und Fragilität der eigenen Wissenskonstruktionen anerkennt und die Opazität Anderer zu bewahren versucht.