Das Neovaskularisationsglaukom wird durch pathologische Gefäßneubildungen im vorderen Augenabschnitt verursacht. Die sich bildende fibrovaskuläre Membran kleidet zuerst den Kammerwinkel aus, um ihn dann durch Kontraktion innerhalb oft schon kurzer Zeit komplett zu verschließen. Diese Glaukomform wird zumeist von retinaler Ischämie ausgelöst und durch den Gefäßwachstumsfaktor Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) vermittelt. Die Bandbreite der Symptome reicht von zunächst noch fehlenden Symptomen bis hin zu einem schmerzhaften, geröteten blinden Auge zusammen mit Cephalea und Übelkeit. Unbehandelt ist die Prognose ausgesprochen schlecht und führt zumeist innerhalb von Monaten zu Erblindung. Auch bei rechtzeitiger Diagnose und zügiger Therapie ist die Prognose abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung und eher ungünstig. Eine medikamentöse Therapie ist in der Regel insuffizient und kommt nur als überbrückende oder ergänzende Maßnahme infrage. Essenzielle Bausteine der Therapie sind die Minderung der retinalen Ischämie, die Unterbrechung der Signalkaskade, die zum pathologischen Gefäßwachstum führt, falls möglich Therapie der Grundkrankheit sowie falls nötig chirurgische Senkung des Augeninnendruckes.

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Neovaskularisationsglaukom

  • Clemens Vass

摘要

Das Neovaskularisationsglaukom wird durch pathologische Gefäßneubildungen im vorderen Augenabschnitt verursacht. Die sich bildende fibrovaskuläre Membran kleidet zuerst den Kammerwinkel aus, um ihn dann durch Kontraktion innerhalb oft schon kurzer Zeit komplett zu verschließen. Diese Glaukomform wird zumeist von retinaler Ischämie ausgelöst und durch den Gefäßwachstumsfaktor Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) vermittelt. Die Bandbreite der Symptome reicht von zunächst noch fehlenden Symptomen bis hin zu einem schmerzhaften, geröteten blinden Auge zusammen mit Cephalea und Übelkeit. Unbehandelt ist die Prognose ausgesprochen schlecht und führt zumeist innerhalb von Monaten zu Erblindung. Auch bei rechtzeitiger Diagnose und zügiger Therapie ist die Prognose abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung und eher ungünstig. Eine medikamentöse Therapie ist in der Regel insuffizient und kommt nur als überbrückende oder ergänzende Maßnahme infrage. Essenzielle Bausteine der Therapie sind die Minderung der retinalen Ischämie, die Unterbrechung der Signalkaskade, die zum pathologischen Gefäßwachstum führt, falls möglich Therapie der Grundkrankheit sowie falls nötig chirurgische Senkung des Augeninnendruckes.