Pädiatrisches Glaukom
摘要
Die angeborene Glaukomerkrankung führt unbehandelt häufig zur Erblindung. Schätzungsweise eines von zehntausend bis dreißigtausend Kindern in Deutschland wird mit einem angeborenen Glaukom geboren. Während die Erkrankung beim Erwachsenen langsam und schleichend vonstattengeht, führt ein angeborenes Glaukom meist schon direkt nach der Geburt aufgrund eines sehr hohen Augeninnendruckes zu einem starken Größenwachstum des Auges (Buphthalmus). Ursache ist eine embryonale Fehldifferenzierung des Kammerwinkels. Die operative Behandlung des angeborenen Glaukoms ist zu einem hohen Prozentsatz erfolgreich. Daher ist die Behandlung des kindlichen Glaukoms in erster Linie chirurgisch. Seit 1960 ist die klassische Sondentrabekulotomie der häufigste Eingriff. Sie hat den Vorteil, dass sie – im Gegensatz zur Goniotomie – auch bei getrübter Hornhaut durchzuführen ist. Neben primär kongenitalen Glaukomen sind sekundäre Formen häufig, deren Behandlung individuell ist und ein erfahrenes, interdisziplinäres Team erfordert. Die Prognose der sekundären Glaukome im Kindesalter ist im Vergleich zur primären Form deutlich schlechter. Die Pathophysiologie ist nicht immer klar, häufig finden sich genetische Veränderungen.