Die mykotische Keratitis (MK) ist ein in Deutschland seltenes Krankheitsbild, das aufgrund des potentiell visus- und augenbedrohenden Verlaufs eine große Herausforderung für die Augenheilkunde darstellt. Klinisch lässt sich die MK zu Beginn der Erkrankung oft nicht von anderen mikrobiellen Keratitiden unterscheiden, so dass die korrekte Diagnose häufig mit deutlicher zeitlicher Verzögerung gestellt wird. Bei langwierigem oder therapieresistentem Verlauf einer infektiösen Keratitis und insbesondere bei Kontaktlinsengebrauch – dem wichtigsten Risikofaktor für eine MK in Deutschland – sollte immer auch eine MK in Betracht gezogen werden. Bei Verdacht auf eine MK sollte unverzüglich eine weit gefächerte Diagnostik veranlasst werden, um die Therapie schnellstmöglich einleiten zu können. Neben der konservativen Versorgung mit topischen und ggf. auch systemischen Antimykotika benötigt ca. jeder dritte Patient eine Keratoplastik und ca. jeder zehnte Patient eine Enukleation.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Mykotische Keratitis: Diagnose und Therapie

  • Mathias Roth,
  • Gerd Geerling

摘要

Die mykotische Keratitis (MK) ist ein in Deutschland seltenes Krankheitsbild, das aufgrund des potentiell visus- und augenbedrohenden Verlaufs eine große Herausforderung für die Augenheilkunde darstellt. Klinisch lässt sich die MK zu Beginn der Erkrankung oft nicht von anderen mikrobiellen Keratitiden unterscheiden, so dass die korrekte Diagnose häufig mit deutlicher zeitlicher Verzögerung gestellt wird. Bei langwierigem oder therapieresistentem Verlauf einer infektiösen Keratitis und insbesondere bei Kontaktlinsengebrauch – dem wichtigsten Risikofaktor für eine MK in Deutschland – sollte immer auch eine MK in Betracht gezogen werden. Bei Verdacht auf eine MK sollte unverzüglich eine weit gefächerte Diagnostik veranlasst werden, um die Therapie schnellstmöglich einleiten zu können. Neben der konservativen Versorgung mit topischen und ggf. auch systemischen Antimykotika benötigt ca. jeder dritte Patient eine Keratoplastik und ca. jeder zehnte Patient eine Enukleation.