Die charakteristischen Merkmale der Glaukome sind typische Veränderungen am Discus n. optici. Diese werden durch den Untergang von retinalen Ganglienzellen und ihren Axonen hervorgerufen. Risikofaktoren des primären Offenwinkel- und Winkelblockglaukoms sind genetische Prädisposition, intraokulärer Druck und zunehmendes Lebensalter. Beim Winkelblockglaukom kommt es zur Erhöhung des intraokulären Drucks durch Verlegung des Kammerwinkels, beim Offenwinkelglaukom durch eine Erhöhung des Abflusswiderstands des Kammerwassers in den trabekulären Abflusswegen, die weniger Elastizität zeigen. Viele Patienten/innen mit Offenwinkelglaukom haben Druckwerte im normalen Bereich, wobei auch hier der Verlust von retinalen Ganglienzellen durch Senkung des intraokulären Drucks verlangsamt oder verhindert werden kann. Sehr wahrscheinlich führt ein individuell zu hoher intraokulärer Druck zur Beeinträchtigung des retrograden und anterograden Transports der Axone, zu metabolischen Veränderungen und schließlich zu einem irreversiblen Schaden der retinalen Ganglienzellen.

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Pathogenese der Glaukome

  • Ernst R. Tamm

摘要

Die charakteristischen Merkmale der Glaukome sind typische Veränderungen am Discus n. optici. Diese werden durch den Untergang von retinalen Ganglienzellen und ihren Axonen hervorgerufen. Risikofaktoren des primären Offenwinkel- und Winkelblockglaukoms sind genetische Prädisposition, intraokulärer Druck und zunehmendes Lebensalter. Beim Winkelblockglaukom kommt es zur Erhöhung des intraokulären Drucks durch Verlegung des Kammerwinkels, beim Offenwinkelglaukom durch eine Erhöhung des Abflusswiderstands des Kammerwassers in den trabekulären Abflusswegen, die weniger Elastizität zeigen. Viele Patienten/innen mit Offenwinkelglaukom haben Druckwerte im normalen Bereich, wobei auch hier der Verlust von retinalen Ganglienzellen durch Senkung des intraokulären Drucks verlangsamt oder verhindert werden kann. Sehr wahrscheinlich führt ein individuell zu hoher intraokulärer Druck zur Beeinträchtigung des retrograden und anterograden Transports der Axone, zu metabolischen Veränderungen und schließlich zu einem irreversiblen Schaden der retinalen Ganglienzellen.