Insektengiftallergie
摘要
Allergische Reaktionen nach einem Bienen- oder Wespenstich verlaufen sehr häufig als lokale Reaktion an der Einstichstelle mit Schwellung und Rötung (5–25 %). Allgemeinreaktionen mit Symptomen einer Soforttypallergie sind selten und betreffen etwa 7,5 % der Erwachsenen bzw. 3,5 % der Kinder und Jugendlichen (Schäfer 2009). Hierzu zählen kutane Symptome (Juckreiz, Flush, Urtikaria, Angioödem), gastrointestinale Beschwerden (Nausea, Erbrechen, Defäkation), Symptome des Respirationstraktes (Rhinorrhoe, Heiserkeit, Dyspnoe, Zyanose, Larynxödem, Bronchospasmus) und Symptome des Herz-Kreislaufsystems (Tachykardie, Arrhythmie, Hypotonie, Bewusstlosigkeit, Herz-Kreislauf-Stillstand). Sehr viel häufiger als allergische Lokal- oder Allgemeinreaktionen finden sich allergische Sensibilisierungen: So haben rund 25 % der Allgemeinbevölkerung und 50 % der Kinder spezifische IgE-Antikörper gegen Bienen- und/oder Wespengift (Schäfer und Przybilla 1996). Eine Allergiediagnostik bei Verdacht auf Insektengiftallergie sollte nur dann durchgeführt werden, wenn anamnestisch die Indikation zu einer allergenspezifischen Immuntherapie (AIT) gegeben ist! Von den IgE-vermittelten allergischen Stichreaktionen sind die selten vorkommenden toxischen Reaktionen zu unterscheiden, die nach zahlreichen Insektenstichen (z. B. nach versehentlichem Treten in ein Wespennest) auftreten können und die sich klinisch mit Hämolyse und Multiorganversagen präsentieren. Kinder können bereits nach 50–100 Stichen potenziell schwerwiegende toxische Reaktionen entwickeln.