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Fremdkörperaspiration

  • Tobias Ankermann,
  • Nicolaus Schwerk,
  • Christian Sittel

摘要

Die Aspiration von Fremdkörpern und Deposition von Fremdkörpern in den Atemwegen ist ein potenziell lebensbedrohliches Ereignis, das in jedem Lebensalter auftreten kann. In Deutschland werden jährlich ca. 1200 Fremdkörperaspirationen bei Kindern und Jugendlichen < 15 Jahren durch ICD-Verschlüsselung erfasst. Die Mortalität beträgt in Studien in Ländern mit hohem Bruttosozialprodukt und gutem Zugang zum Gesundheitssystem etwa 1 %. Besonders betroffen sind Kleinkinder < 3 Jahren mit einem Altersgipfel im 2. Lebensjahr. Jungen erleiden gegenüber Mädchen etwa doppelt so häufig Fremdkörperaspirationen. In Deutschland werden am häufigsten organische Fremdkörper wie v. a. (Erd)nüsse, Saaten/Körner und andere Nahrungsmittel aspiriert. Anorganische Fremdkörper können u. a. kleine Spielzeuge, Knöpfe, Nadeln oder Batterien sein. Bei der Aspiration von Knopfzellbatterien handelt es sich immer um einen akuten, potenziell lebensbedrohlichen Notfall, da es durch Elektrolyse von Wasser mit Alkalisierung zu ausgedehnten und zum Teil irreversiblen Schädigungen des umgebenden Gewebes kommen kann. Letztlich kann jedes Kleinteil, mit dem gespielt und das oral aufgenommen wird, potenziell inhaliert bzw. aspiriert werden. Aspirierte Fremdkörper werden am häufigsten in den Bronchien (rechts häufiger als links), seltener in der Trachea und noch seltener im Larynx gefunden. Mehr als die Hälfte der Aspirationen von Kindern wird von Erwachsenen beobachtet. Der Anteil unbeobachteter Aspirationen liegt in Studien zwischen 40 und 50 %.