Atelektase
摘要
Unter dem Begriff Atelektase werden minder- oder unbelüftete Lungenareale mit erhaltener Lungenparenchymstruktur verstanden. Radiologisch oder klinisch teilbelüftete Lungenareale werden häufig als Dystelektase bezeichnet. Begrifflich werden primäre Atelektasen (fehlende Entfaltung der Lunge bei Geburt) von sekundären erworbenen Atelektasen (Ursachen eOverview 21.1) unterschieden. Die Lokalisation von Atelektasen ist von der Ursache abhängig und grundsätzlich in allen Lungenabschnitten möglich. Bei Früh- und Neugeborenen und Säuglingen sind Atelektasen des rechten Oberlappens aufgrund der überwiegenden Rückenlage häufiger. Ab dem Kleinkindalter findet sich häufig aufgrund der kaudalen Ausrichtung und der Nähe des Mittellappenostiums zu potenziell vergrößerten Lymphknoten eine Verlegung des Mittellappens („Mittellappensyndrom“). Kleinere Atelektasen können klinisch unbemerkt bleiben. Bei ausgedehnteren Belüftungsstörungen finden sich auskultatorisch ein abgeschwächtes oder aufgehobenes Atemgeräusch und eine Klopfschalldämpfung, bei sehr großen Atelektasen gelegentlich eine verminderte Thoraxbeweglichkeit. Zeichen einer Atemgastransportstörung mit klinischer Atemnot treten häufiger bei akuten und sehr ausgedehnten Atelektasen auf.