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Erkrankungen des Halses und Gesichtes

  • Susanne Wiegand

摘要

Mediane Halszysten gehen auf Residuen des während der Embryonalentwicklung nicht obliterierten Ductus thyreoglossus zurück. Von der 3.–8. Embryonalwoche erfolgt der physiologische Deszensus der Schilddrüse vom Bereich des Foramen caecum im Zungengrund, über die Hyoidanlage in die prätrachealen Halsweichteile. Der Ductus thyreoglossus, als Verbindung zwischen der ursprünglichen Gewebeanlage der Schilddrüse und ihrer Endposition, atrophiert üblicherweise vor Geburt. Mediane Halszysten treten ohne Geschlechtsprädilektion meist im Kindes- und Jugendalter auf und werden durch eine in der Medianlinie des Halses gelegene, kugelige, schluckverschiebliche Schwellung symptomatisch. Sie sind meist infrahyoidal (65 %) lokalisiert, können aber auch auf Höhe des Os hyoideum oder suprahyoidal liegen. In der Regel werden sie durch einen Infekt erstmals sichtbar. Mediane Halsfisteln entstehen meist sekundär nach Manipulation an medianen Halszysten (eAbb. 12.1).