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Hormonelle Regulation des menstruellen Zyklus und ihre Störungen

  • M. Ludwig,
  • J. M. Weiss

摘要

Die hypothalamisch-hypophysär-ovarielle Funktionseinheit ist durch einen durchschnittlich 28-tägigen Rhythmus gekennzeichnet. Die Mitte dieser 28-tägigen Zeitspanne stellt das Ereignis der Ovulation dar. Auf Follikelreifungsphase und Ovulation entfallen ebenso wie auf die folgende Lutealphase etwa 14 Tage. Das Ovar ist nicht nur hormonaler Befehlsempfänger des Hypothalamus-Hypophysen-Systems, vielmehr bestehen zwischen beiden Systemen vielfältige Wechselbeziehungen. So werden die Funktionen von Hypophyse und Hypothalamus durch die sekretorischen Produkte sowohl des reifenden Graaf-Follikels als auch des Corpus luteum gesteuert. Das Ovar kann man als „menstruelle Uhr“ mit einem biologisch vorgegebenen 28-tägigen Rhythmus bezeichnen , die unter der Kontrolle der Hypophyse steht. Hingegen ist der Hypothalamus eine Art zirkhorales biologisches Pendel (lateinisch hora: Stunde), denn er entsendet im Takt von einer bis wenigen Stunden neuroendokrine Signale (Gonadotropin-Releasing-Hormon, GnRH) an die Hypophyse. Ähnlich dem Uhrwerk, dessen komplizierte Funktionen allein durch die Pendelbewegung in Gang gehalten werden können, lässt sich durch die zirkhorale GnRH-Ausschüttung der gesamte menstruelle Zyklus aufrechterhalten.