Transkription: Biosynthese der RNA
摘要
Bei der Transkription wird die Nucleotidsequenz des DNA-Matrizenstrangs (-Strangs) eines Gens durch Basenpaarung in einen in 5′→ 3′-Richtung synthetisierten RNA-Einzelstrang umgeschrieben. Die Sequenz der RNA ist damit identisch (außer U statt T) mit der Sequenz des codierenden +Strangs der DNA. Die Synthese aller RNA-Typen (mRNA, tRNA, rRNA, snRNA, miRNA, siRNA, u.a.m.) wird durch DNA-abhängige RNA-Polymerasen katalysiert. Die Genauigkeit ist geringer als bei der DNA-Replikation; ein Korrekturlesen findet nicht statt. Etwa 3/4 des menschlichen Genoms werden transkribiert; die ≈ 23.000 proteincodierenden Gene entsprechen 2 % des Genoms. Bei der Replikation wird stets das gesamte Chromosom kopiert. Bei der Transkription wird hingegen in einer gegebenen Zelle jeweils nur eine Auswahl von Genen transkribiert: Neben dem Startsignal (dem A- und T-reichen Promotor) und dem Stopp-Signal erkennt die RNA-Synthesemaschinerie auch regulatorische Sequenzen der DNA und ermöglicht damit die individuell regulierte Transkription der einzelnen Gene. Die primären Transkriptionsprodukte werden bei Eukaryonten vielfältig verändert. Diese Reifung (Processing der RNA) verläuft bei den verschiedenen RNA-Typen in unterschiedlicher Weise. Bei der mRNA werden beide Enden modifiziert und nichtcodierende Abschnitte (Introns) herausgeschnitten (Spleißen, Splicing).