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Organstoffwechsel und Lipidtransport im Blut

  • Philipp Christen,
  • Rolf Jaussi,
  • Roger Benoit

摘要

Die Spezialisierung der Organe bei Mensch und höheren Tieren ist nur möglich dank des Blutkreislaufs, der alle Organe miteinander verbindet. Die Transportgüter sind Blutgase (O2 und CO2 ), molekulare Bausteine, Energieträger, Ausscheidungsprodukte und zudem Hormone, die zusammen mit dem Nervensystem den gesamten Organismus regulatorisch vernetzen. Die Leber als zentrales Stoffwechselorgan gleicht zusammen mit dem Fettgewebe die Fluktuationen in der Nährstoffzufuhr aus und sorgt für eine der Stoffwechselsituation angemessene Versorgung der Organe mit Brenn- und Baustoffen. Bei den Energieträgern Glucose, Fettsäuren und Ketonkörpern wird die Richtung und das Ausmaß des Transports sowohl vom Angebot aus Darm und Leber als auch vom Bedarf der Gewebe bestimmt. Bei den Aminosäuren, den wichtigsten Baustoffen, findet ein Rücktransport von Aminosäuren zur Leber nur im Hungerzustand statt, wenn die Muskeln Proteine abbauen zugunsten der in der Leber ablaufenden Gluconeogenese aus Aminosäuren. Bei der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) nehmen die Muskel- und Fettzellen infolge Insulinmangels oder defekter Insulinrezeptoren nur wenig oder gar keine Glucose auf; der Stoffwechsel entspricht weitgehend einem Hungerzustand. Der Transport wasserlöslicher Stoffe (Glucose, Ketonkörper und Aminosäuren) im Blut benötigt keine besonderen Transportvehikel. Hingegen sind die wasserunlöslichen Lipide (Triacylglycerole, Cholesterol und Fettsäuren) auf besondere Transportproteine (Lipoproteine bzw. Serumalbumin) angewiesen.