Infektionskrankheiten ohne Befall des Zentralnervensystems
摘要
Eine Wechselwirkung zwischen Schlaf und Infektionskrankheiten wird seit dem Altertum vermutet. Diese intuitive Vermutung äußert sich in der volkstümlichen Redensart „sich gesund schlafen“ beziehungsweise dem Begriff „Rekonvaleszensschlaf“. Belegt ist heute, dass Schlafdauer und -effizienz durch Zytokine direkt beeinflusst werden. Neuere Ergebnisse legen nahe, dass Schlaf die Aktivität bestimmter Zytokine beeinflusst und so möglicherweise die Prägung der spezifischen humoralen und zellulären Immunantwort unterstützt. Schlafentzug zum Zeitpunkt einer Impfung vermindert die resultierenden Antikörperspiegel über Tage und Wochen. Eine habituell verkürzte Schlafdauer erhöht die Wahrscheinlichkeit einer klinischen Rhinoviruserkrankung nach experimenteller Infektion. Dies lässt vermuten, dass ausreichender Schlaf zum Zeitpunkt einer Infektionserkrankung deren Verlauf mildert.