Begutachtung von Fahreignung
摘要
Medizinisch-psychologische Gutachten sind wichtige Entscheidungshilfen für Fahrerlaubnisbehörden, wenn es um die Erteilung, Erweiterung, Verlängerung oder Entziehung einer Fahrerlaubnis geht. Die Überprüfung von Fahreignung dient der Gefahrenabwehr und folglich dem Schutz der Allgemeinbevölkerung vor erheblichen Beeinträchtigungen von Leib und Leben, ableitbar aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz. Entsprechend sind hohe Anforderungen an die Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen zu stellen. Da SachbearbeiterInnen in den Fahrerlaubnisbehörden nicht immer über den notwendigen Sachverstand verfügen, um eignungsrelevante Entscheidungen allein treffen zu können, bedienen sie sich der Expertise medizinisch-psychologischer Gutachten. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die Hintergründe auffälligen Verkehrsverhaltens und zum Vorgehen des psychologischen Gutachters bzw. der Gutachterin im diagnostischen Prozess. Behandelt werden die rechtlichen und inhaltlichen Grundlagen einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), die gutachterliche Urteilsbildung sowie die Hintergründe auffälligen Verkehrsverhaltens. Ein Praxisfall zum Begutachtungsanlass „Alkoholproblematik“ sowie künftige Herausforderungen und wesentliche Forschungslücken runden diesen Artikel ab.