Kognitive Beschwerdenvalidierungstests sind eigenständige Verfahren und standardisierte Kennwerte, Indizes oder Untertests, die Aussagen über die Mitwirkung untersuchter Personen in der psychologischen Diagnostik gestatten und aus deren Ergebnissen die Gültigkeit oder Glaubhaftigkeit ermittelter Leistungsprofile abgeleitet wird. Neben einer begrifflichen Klärung wird ein kurzer historischer Abriss der Entwicklung dieser Verfahren geliefert, die konzeptionell heute nicht mehr als Simulations- oder Aggravationstests aufgefasst werden können und sollen. Die Konstruktion standardisierter Alternativwahlverfahren zur Identifikation von interessegeleiteten Darstellungsformen ab Ende der 1990er-Jahre kennzeichnet den Beginn der Ära der modernen Beschwerdenvalidierung. Dennoch erfreuen sind auch veraltete Verfahren in der Praxis weiterhin großer Beliebtheit, wenngleich immer wieder vor ihrer kritiklosen Anwendung gewarnt wird. In einem Verfahrensüberblick wird auf ausgewählte eigenständige und eingebettete kognitive Beschwerdenvalidierungstests verwiesen, die im deutschen Sprachraum einsetzbar sind und für die eine bedeutsame empirische Forschungsliteratur nachweisbar ist. In einem sich unvermindert rasch entwickelnden Anwendungsgebiet der psychologischen Diagnostik ist eine hohe Fachkompetenz Voraussetzung dafür, auf gutachtliche Fragestellungen und komplexe klinische Konstellationen auf hohem Niveau antworten zu können.

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Kognitive Beschwerdenvalidierungstests

  • Thomas Merten

摘要

Kognitive Beschwerdenvalidierungstests sind eigenständige Verfahren und standardisierte Kennwerte, Indizes oder Untertests, die Aussagen über die Mitwirkung untersuchter Personen in der psychologischen Diagnostik gestatten und aus deren Ergebnissen die Gültigkeit oder Glaubhaftigkeit ermittelter Leistungsprofile abgeleitet wird. Neben einer begrifflichen Klärung wird ein kurzer historischer Abriss der Entwicklung dieser Verfahren geliefert, die konzeptionell heute nicht mehr als Simulations- oder Aggravationstests aufgefasst werden können und sollen. Die Konstruktion standardisierter Alternativwahlverfahren zur Identifikation von interessegeleiteten Darstellungsformen ab Ende der 1990er-Jahre kennzeichnet den Beginn der Ära der modernen Beschwerdenvalidierung. Dennoch erfreuen sind auch veraltete Verfahren in der Praxis weiterhin großer Beliebtheit, wenngleich immer wieder vor ihrer kritiklosen Anwendung gewarnt wird. In einem Verfahrensüberblick wird auf ausgewählte eigenständige und eingebettete kognitive Beschwerdenvalidierungstests verwiesen, die im deutschen Sprachraum einsetzbar sind und für die eine bedeutsame empirische Forschungsliteratur nachweisbar ist. In einem sich unvermindert rasch entwickelnden Anwendungsgebiet der psychologischen Diagnostik ist eine hohe Fachkompetenz Voraussetzung dafür, auf gutachtliche Fragestellungen und komplexe klinische Konstellationen auf hohem Niveau antworten zu können.