Mit den Methoden der psychologischen Diagnostik lassen sich nicht nur Fragen bezüglich des Ist-Zustands psychischer Merkmale adressieren sondern auch Fragen bezüglich der Veränderung dieser Merkmale. In diesem Beitrag werden verschiedene Ansätze zur Quantifizierung individueller, den Einzelfall betreffender Veränderungen diskutiert. Zunächst wird der gewöhnliche Veränderungswert (im Englischen Change Score genannt) dargestellt, den man erhält, indem man zunächst Skalenwerte zweier aufeinanderfolgender Messungen berechnet und diese Werte dann voneinander abzieht. Zur Vereinfachung der Interpretation wird dieser Wert in manchen Anwendungskontexten noch am Wert der vorherigen Messung relativiert und mit 100 % multipliziert oder am Standardfehler relativiert. Es folgt der Adhoc-Ansatz, wonach ebenfalls eine Differenz berechnet wird, allerdings aus zwei Regressionswerten anstatt aus Skalenwerten. Abschließend wird kurz auf Kelleys Ansatz eingegangen, der den Veränderungswert direkt aus einer Regression gewinnt. Es wird argumentiert und illustriert, dass sowohl der Adhoc-Ansatz als auch Kelleys Ansatz Veränderungswerte liefern, die genauer sein können als der gewöhnliche Veränderungswert, und dass Kelleys Ansatz unter bestimmten Bedingungen sogar genauer sein kann als der Adhoc-Ansatz.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Einzelfallbezogene Veränderungsdiagnostik

  • Steffen Zitzmann

摘要

Mit den Methoden der psychologischen Diagnostik lassen sich nicht nur Fragen bezüglich des Ist-Zustands psychischer Merkmale adressieren sondern auch Fragen bezüglich der Veränderung dieser Merkmale. In diesem Beitrag werden verschiedene Ansätze zur Quantifizierung individueller, den Einzelfall betreffender Veränderungen diskutiert. Zunächst wird der gewöhnliche Veränderungswert (im Englischen Change Score genannt) dargestellt, den man erhält, indem man zunächst Skalenwerte zweier aufeinanderfolgender Messungen berechnet und diese Werte dann voneinander abzieht. Zur Vereinfachung der Interpretation wird dieser Wert in manchen Anwendungskontexten noch am Wert der vorherigen Messung relativiert und mit 100 % multipliziert oder am Standardfehler relativiert. Es folgt der Adhoc-Ansatz, wonach ebenfalls eine Differenz berechnet wird, allerdings aus zwei Regressionswerten anstatt aus Skalenwerten. Abschließend wird kurz auf Kelleys Ansatz eingegangen, der den Veränderungswert direkt aus einer Regression gewinnt. Es wird argumentiert und illustriert, dass sowohl der Adhoc-Ansatz als auch Kelleys Ansatz Veränderungswerte liefern, die genauer sein können als der gewöhnliche Veränderungswert, und dass Kelleys Ansatz unter bestimmten Bedingungen sogar genauer sein kann als der Adhoc-Ansatz.