Dimensionen der Handlungssteuerung und Anstrengungsbereitschaft
摘要
Die Fähigkeit zur Steuerung eigener Handlungen ist ein wichtiges Thema rechtspsychologischer Theorien und Untersuchungsansätze. Eine Beeinträchtigung dieser Fähigkeit kann sowohl durch exogene, situationale Einflüsse als auch durch pathophysiologische Veränderungen der neurokognitiven Kontrollfunktionen und des dopaminergen Anreizsystems verursacht werden. Ein fundiertes Verständnis der wechselseitigen Einflüsse der beteiligten Hirnsysteme auf der psychologischen und neurophysiologischen Ebene bildet eine wesentliche Grundlage für (rechts-)psychologische Bewertungen der Handlungssteuerung. Im Beitrag werden grundlegende neuropsychologische Theorien der kognitiven Kontrolle und Regulation anhand ausgewählter und mehrfach replizierter Studienergebnisse dargestellt. Wesentliche zu berücksichtigende Zustands- und Dispositionsvariablen werden identifiziert. Die kritische Reflexion neuropsychologischer Theorien und der daraus abgeleiteten Operationalisierungen soll die Entwicklung neuer Untersuchungsmethoden sowie die Interpretation von Ergebnissen im rechtspsychologischen Kontext anregen.