Perioperatives Management nach Operationen an Schilddrüse und Nebenschilddrüse
摘要
Operationen an der Schilddrüse und an der Nebenschilddrüse haben in Bezug auf das perioperative Management viele Gemeinsamkeiten. Zur differenzierten Indikationsstellung empfiehlt sich eine Kategorisierung der in der Schilddrüse befindlichen Knoten nach TIRADS. Ergänzend und in Abhängigkeit der Sonografie kann zur Operationsplanung eine erweiterte Diagnostik mittels Szintigrafie oder beim primären Hyperparathyreoidismus mittels Methionin/Cholin-PET-CT zur Lokalisation von Nebenschilddrüsenadenomen erfolgen. Zur Beurteilung der Stimmlippenfunktion sollte prä- und postoperativ eine Laryngoskopie durchgeführt werden. Eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Komplikation ist die postoperative Nachblutung. Die Gefahr von Nachblutungen ist in der ersten postoperativen Phase, d. h. innerhalb der ersten 8 h, am größten und nimmt danach deutlich ab, sodass eine engmaschige Überwachung empfohlen wird. Die Häufigkeit eines passageren Hypoparathyreoidismus liegt zwischen 0,5 % und 65 % nach Schilddrüsenoperationen, sodass nach Eingriffen an der Schilddrüse und an der Nebenschilddüse postoperativ eine Kontrolle der Nebenschilddrüsenfunktion erfolgen muss.