Postoperative Stomaversorgung
摘要
Bei darmchirurgischen Eingriffen kann aufgrund verschiedener Befundkonstellationen die Anlage eines Anus praeterminalis indiziert sein. Neben der Dauer der Anlage (permanent und temporär), erfolgt ebenfalls eine Einteilung nach Art der Anlage (endständig, doppelläufig). Zu den Frühkomplikationen werden Nachblutungen, Hämatombildung, Stomaödem, Hautirritationen und eine Stomanekrose gezählt. Spätkomplikationen entstehen in der Regel erst nach dem 30. postoperativen Tag. Hierzu gehören Stomaprolaps, Stomaretraktion, Stomastenose und parastomale Hernien. Besonders wichtig ist, auch zu beachten, dass ein intestinales Stoma je nach anatomischer Lokalisation eine verminderte oder veränderte resorptive Kapazität des Verdauungstraktes verursacht. Daher besteht die Notwendigkeit der engmaschigen Kontrolle von Ein- und Ausfuhr, um weitere Komplikationen im Sinne eines funktionellen Darmversagens rechtzeitig zu erkennen und therapieren.