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Perioperative Antibiose und lokale Maßnahmen

  • Sven Flemming

摘要

Postoperative Wundheilungsstörungen (engl. „surgical site infections“, SSI) sind für über 40 % aller nosokomialen Infektionen bei chirurgischen Patienten verantwortlich und treten noch häufiger als postoperative Pneumonien oder Harnwegsinfektionen auf. Neben den medizinischen Konsequenzen einer SSI kommt es zudem zu einer signifikant verlängerten Krankenhausverweildauer, einem erhöhten Risiko der stationären Wiederaufnahme und somit zu einer deutlichen finanziellen Mehrbelastung des Gesundheitssystems. Das Risiko einer postoperativen SSI kann mithilfe von Maßnahmen, die direkt vor dem Hautschnitt durchgeführt werden, reduziert werden. Hierzu zählen die perioperative Antibiotikaprophylaxe, die ein nachweislich effektives Instrument zur Risikominimierung der postoperativen Wundheilungsstörung ist, aber auch weitere lokale Maßnahmen wie die Verwendung des geeigneten Hautantiseptikums oder von Hautschutzfolien.