Perioperativer Umgang mit Antidiabetika
摘要
Hyper- und Hypoglykämien perioperativ sind mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert. Bei Hyperglykämie im Krankenhaus ist eine perioperative Insulintherapie der Standard. Als Faustregel gilt, dass orale Antidiabetika nach der letzten präoperativen Mahlzeit pausiert werden. Als Ausnahme hiervon gelten die Vertreter der SGLT2-Inhibitoren, die potenziell eine (normoglykäme) diabetische Ketoazidose verursachen und die bereits 3 Tage vor einer Operation pausiert werden sollten. Metformin wird mittlerweile zumeist erst nach der letzten präoperativen Mahlzeit, spätestens jedoch am OP-Tag pausiert. Aufgenommen wird es postoperativ erst wieder, wenn die Nierenfunktion sich stabil zeigt und die Nahrungsaufnahme weitgehend normalisiert ist. Sulfonylharnstoffe und Glinide bewirken eine glukoseunabhängige Insulinsekretion, weswegen sie als einzige orale Antidiabetika potenziell relevante Hypoglykämien verursachen. Sulfonylharnstoffe haben eine lange Halbwertzeit und können gerade bei Nierenversagen protrahierte Hypoglykämien verursachen.