Patient-Blood-Management (PBM) in der Geburtsvorbereitung und Geburtshilfe
摘要
Die Implementierung eines Patient Blood Management (PBM) wird zunehmender Standard in der operativen Medizin. Seit einiger Zeit gilt das Interesse auch dem vulnerablen Kollektiv der Schwangeren und Neugeborenen. Da sich die Schwangere bereits weit vor Entbindung in regelmäßigen geburtsmedizinischen Kontrollen befindet, bietet sich in diesem Zusammenhang eine gute Möglichkeit, das PBM dabei einzubinden. Bereits während der Schwangerschaft sollte eine anästhesiologische oder interdisziplinäre Risikoeinschätzung sowie die Abklärung und Therapie einer potenziellen Anämie erfolgen. Des Weiteren sollen Blutverluste in Antizipation von Blutungskomplikationen durch interdisziplinäre Präventivmaßnahmen reduziert und eine individuell abgestimmte postpartale Betreuung organisiert werden. Auf diese Weise kann eine bereits bestehende Infrastruktur zum PBM auch für Schwangere genutzt und das 3. Trimenon für eine gezielte Therapie der häufigsten Anämieursache, dem Eisenmangel, genutzt werden. Auch Patientinnen, bei denen z. B. eine erfolgte Nahrungsergänzung nicht hinreichend wirksam war, können so unter dem Aspekt bestmöglicher Anämievermeidung sicher gebären.