Diagnostik und Therapie fetaler Arrhythmien
摘要
Bei 1–2 % der Feten treten länger anhaltende fetale Arrhythmien auf. Sie werden mittels M-mode- und Doppler-Echokardiografie differenziert. Überwachung und Therapie sind der vorliegenden Arrhythmie anzupassen. Supraventrikuläre Extrasystolen bedürfen keiner antiarrhythmischen Therapie. Tachyarrhythmien werden transplazentar mit Digoxin, Flecainid, Sotalol und Amiodaron behandelt, wobei Flecainid bei atrioventrikulären Reentry-Tachykardien immer häufiger als „First-line-Therapie“ eingesetzt wird. Beim durch maternale Anti-SSA/Ro-Autoantikörper bedingten kongenitalen kompletten AV-Block (CCHB) ist aufgrund des Nebenwirkungsprofils eine generelle transplazentare Behandlung mit hochdosierten fluorierten Kortikosteroiden nicht indiziert, sondern nur bei Zeichen einer kardialen Verschlechterung, wie ventrikuläre Dysfunktion und Fibrose sowie Hydrops. Im Hochrisikokollektiv (Wiederholungsrisiko bei vorherigem Kind mit CCHB 16–19 %) senkt die tägliche Gabe von 400 mg Hydroxychloroquin, beginnend bereits vor der 10. SSW, das Risiko eines erneuten CCHB auf 7–8 %.