错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Embryologie und Teratologie

  • Wolfgang E. Paulus,
  • Herbert Juch

摘要

Die intrauterine menschliche Entwicklung durchläuft Stadien unterschiedlicher Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen. Während sich die Reaktion auf exogene Noxen in den ersten beiden Wochen nach Konzeption weitgehend auf die Alternativen „vollständige Regeneration“ oder „Abort“ („Alles-oderNichts-Gesetz“) beschränkt, können Einflüsse in Woche 3–8 nach Konzeption zu Störungen der Organogenese und damit zu schweren morphologischen und funktionellen angeborenen Anomalien führen. Schädigende äußere Einflüsse in der Fetalperiode ab Entwicklungswoche 9 resultieren eher in Wachstums- und Funktionsstörungen. Nach der Thalidomid-Katastrophe zwischen 1958 und 1961 mit ca. 10.000 betroffenen Kindern (u. a. mit oft schweren Gliedmaßendefekten), gibt es bei der pharmazeutischen Industrie, Ärzten und Patientinnen Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von Arzneimitteln in der Schwangerschaft. Ein therapeutischer Nihilismus bei chronisch kranken Schwangeren kann jedoch sowohl zu einer dramatischen Verschlechterung der Grunderkrankung der Schwangeren als auch zu einer erheblichen direkten und indirekten Gefährdung der fetalen Entwicklung führen.