Trophoblasterkrankungen
摘要
Gestationsbedingte Trophoblasterkrankungen umfassen eine zytogenetisch und klinisch heterogene Gruppe von Erkrankungen, die durch eine Fehldifferenzierung und/oder eine pathologische Proliferation des Trophoblastepithels gekennzeichnet ist. Die Inzidenz beträgt 1–2/1000 Geburten/Jahr. Die komplette Blasenmole und die Partialmole sind die häufigsten Erkrankungsformen. Im Falle einer Trophoblastpersistenz nach der Therapie einer Blasenmole ist eine Mono-Chemotherapie mit Methotrexat (MTX) oder Actinomycin-D (AD) durchzuführen. Bei Vorliegen einer Hochrisikokonstellation, die mit dem FIGO-Risikoscore ermittelt wird, ist eine Polychemotherapie nach dem Etoposid/MTX/AD/Vincristin/Cyclophosphamid (EMA-CO)-Schema die Therapie der Wahl. Seltenere GTN-Formen wie das Chorionkarzinom und die invasive Blasenmole werden in Analogie zur Trophoblastpersistenz entsprechend dem FIGO-Risikoscore behandelt. Der Plazentabetttumor (PSTT) und der epitheloide Trophoblasttumor (ETT) werden mittels Hysterektomie und ggf. adjuvanter Chemotherapie in höheren Tumorstadien behandelt.