Fetale Alloimmunisierung und Anämie
摘要
Genetische Varianten von Oberflächenantigenen von Blutzellen können in einer Schwangerschaft zur Immunisierung der Mutter gegen fetale Erythrozyten führen. Die wichtigste maternofetale Alloimmunerkrankung, die Rhesus-D-Inkompabilität (RhD), konnte insbesondere durch die Einführung einer Prophylaxe stark reduziert werden. Die Möglichkeit der Bestimmung fetaler Blutgruppenantigene aus der cfDNA (zellfreie DNA) im mütterlichen Blut hat die invasive Diagnostik zur Bestimmung fetaler Blutgruppeneigenschaften weitgehend abgelöst. Als Standard zur Überwachung von Risikoschwangerschaften hat sich die dopplersonografische Messung der Maximalgeschwindigkeit der A. cerebri media etabliert. Dennoch bleiben die Diagnostik, Überwachung und Therapie der fetalen Anämie eine Herausforderung, deren Management erfahrenen Perinatalzentren vorbehalten bleiben sollte.