Descensus-perinei-Syndrom, Rektozele, Enterozele, Rektumprolaps
摘要
Das Descensus-perinei-Syndrom ist ein nicht einheitlich definiertes Krankheitsbild. Es betrifft naturgemäß vorwiegend das weibliche Geschlecht in der Postmenopause. Dabei führt eine generelle Senkung des Beckenbodens zu typischen morphologischen Befunden, z. B. Protrusion der Rektumvorderwand in die Vagina (Rektozele), Invagination des Rektums (Intussuszeption, Rektumprolaps), Senkung des Dünndarms (Enterozele) und/oder des Sigmas (Sigmoidozele) in den Douglas (Cul de Sac) und/oder Descensus uteri mit Blasensenkung (Vesikozele). Neben den urogynäkologischen Symptomen bestehen klinisch obstruktive Darmbeschwerden und/oder eine Stuhlinkontinenz. Differenzialdiagnostisch ist eine Slow-Transit-Konstipation und eine funktionelle Outlet-Obstruktion (Beckenbodendyssynergie) von einer morphologischen Outlet-Obstruktion mit ggf. Beckenboden-/Sphinkterinsuffizienz abzugrenzen. Die Differenzialdiagnose basiert im Wesentlichen auf der Defäkografie. Die primäre Therapie ist mit Ausnahme des äußeren Rektumprolaps konservativ. Die sekundäre operative Therapie umfasst transanale/transperineale (Rehn-Delorme, Altemeier, STARR) und abdominale (dorsale Resektionsrektopexie, ventrale Rektopexie) Verfahren, die mit hoher Effizienz und guten Ergebnissen hinsichtlich der postoperativen Lebensqualität eingesetzt werden.