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Kolorektale Tumoren: Diagnostisches Vorgehen, Staging und Therapie von Frühkarzinomen

  • Florian Kühn,
  • Bernhard W. Renz

摘要

Kolorektale Karzinome, deren Eindringtiefe die Submukosa nicht überschreitet, werden als Frühkarzinome bezeichnet. Zu diesen zählen einerseits die sog. Mukosa- oder intraepithelialen Karzinome (pTis) sowie pT1-Karzinome. Frühkarzinome unterscheiden sich je nach Risikoprofil erheblich in ihrer Prognose. Hierbei spielt die Einteilung in eine Low- und eine High-risk-Gruppe eine wesentliche Rolle. Zur Low-risk-Gruppe zählen R0-resezierte, gut (G1) oder mäßig (G2) differenzierte Karzinome ohne Lymphgefäßinvasion (L0): Bei dieser Konstellation wird das Lymphknotenmetastasierungsrisiko bei etwa 1 % oder darunter angesetzt. Zu den High-risk-Stigmata zählen die inkomplette Resektion, schlecht- (G3) oder undifferenzierte (G4) Karzinome nd/oder die Lymphgefäßinvasion (L1). Die Rate an Frühkarzinomen aller im Rahmen von Polypektomien entfernten Läsionen beträgt bis zu 10 %. Um eine repräsentative histologische Aussage erhalten zu können, sollten Polypen >5 mm grundsätzlich vollständig durch Schlingenabtragung entfernt werden. Das therapeutische Vorgehen bei Frühkarzinomen richtet sich nach der histologischen Beurteilung und reicht von der endoskopischen Schlingenabtragung bis hin zum onkologisch-radikalen chirurgischen Eingriff. Dabei müssen die Vor- und Nachteile bzw. die mit den jeweiligen Verfahren verbundenen Risiken abgewogen und mit den Patienten besprochen werden.