Chronisches Darmversagen und Darmtransplantation
摘要
Die Darmtransplantation (DTx) ist die einzige kausale Therapie des chronischen Darmversagens. Die spätere und langsamere Entwicklung als in anderen Organen spiegelt die hohen immunologischen, perioperativen und infektassoziierten Herausforderungen wider. Erste erfolgreiche DTx wurden 1987 bzw. 1988 an den Universitäten Pittsburgh, USA, und Kiel, Deutschland, durchgeführt. Die Zahl der DTx nahm ab Ende der 1990er-Jahre kontinuierlich auf phasenweise über 200 Transplantationen jährlich zu, derzeit liegt sie bei ca. 100–150 pro Jahr. Während das 1- und 3-Jahres-Transplantatüberleben vor 1991 bei ca. 30 % bzw. 20 % lag, stiegen sie nach 1995 auf 60 bzw. 50 % und heutzutage auf annähernd 70–80 %. Die erheblichen Ergebnisverbesserungen sind u. a. durch Fortschritte in operativer Technik, Intensivmedizin und dem besserem Verständnis der mukosalen Immunität zu erklären. Entscheidend tragen jedoch auch Fortschritte in Immunsuppression und Infekt- und Malignitätsprävention bei.