Trainingsprogramme mit dem Ziel der neuromuskulären Adaptation
摘要
Trainingsinhalte und -programme zur Therapie und Prävention unterer Rückenschmerzen sind in der Literatur zum Teil unterschiedlich beschrieben und nicht klar definiert. Dabei sind ebenso Häufigkeit, Umfang, Dauer und Intensität eines Trainings unklar. Trainingsinhalte reichen von allgemeinen Empfehlungen der „Aktivität“ über Kraft- und Ausdauertraining bis hin zu „Motor-Control-Exercise“. Daraus resultierend könnten Trainingsprograme mit unterschiedlichen Zugängen berücksichtigt werden. Inhaltlich wird meist die Verbesserung der Rumpfstabilität adressiert, wobei die Optimierung der Kraftleistungsfähigkeit sowie der posturalen Kontrolle der Rumpfmuskulatur im Fokus stehen sollte. Darüber hinaus ist die Verbesserung der aktiven Kompensation von äußeren Lasten an der Wirbelsäule in den unterschiedlichen Übungsformen wichtig. Häufig wird dies unter dem Überbegriff der sogenannten „Motor-Control-Exercises“ subsummiert, ohne allerdings streng zwischen unterschiedlichen Zugängen und Übungszielen zu differenzieren. Dennoch zeigen die unterschiedlichen Umsetzungen eine hohe Relevanz bezüglich der Prävention und Therapie von Rückenschmerzen. Begleitend dazu spielt neben der vermutlich sensomotorischen Komponente auch die Kraftleistungsfähigkeit der rumpfumgreifenden Muskulatur eine wesentliche Rolle. So konnten bei Rückenschmerzpatienten eine reduzierte Kraftleistungsfähigkeit und eine verminderte neuromuskuläre Aktivität nachgewiesen werden.