Wissenschaftliches Konzept und Struktur des Netzwerkes
摘要
Idiopathische und unspezifische Rückenschmerzen sind relevant für Alltag, Breiten- und Spitzensport. Neuromuskuläre und strukturelle Defizite, häufig begleitet von biopsychosozialen Faktoren, sind ursächlich für Beginn und Chronifizierung der Symptome. Evident in Therapie und Prävention ist körperliche Aktivität, wobei nicht abschließend geklärt ist, (1) welche Art und Dosierung effektiv ist, (2) welches Trainingsminimum erreicht werden muss und (3) wie unterschiedliche Adressatenkreise für einen nachhaltigen Effekt angesprochen werden müssen. Das nationale Forschungsnetzwerk „Medicine in Spine Exercise“ (MiSpEx) arbeitet unter dem Projektnamen „RanRücken“ an der Entwicklung und Validierung adressatengerechter Interventionsprogramme mit dem Ziel der Adaption neuromuskulärer Interaktionen und Schmerz, moderiert durch Trainingszustand, Schmerzempfinden, allostatische Last und Versorgungskontext. Es konnte nachgewiesen werden, dass ein (sensomotorisch orientiertes) Training unter Einbeziehung von Perturbationen in der Therapie und Prävention wirksam ist. Der geringe Zeitaufwand lässt eine Implementierung in den (Trainings)Alltag problemlos zu. Die Berücksichtigung realitätsnaher Intensitäten gelingt sowohl für den Spitzensport als auch die Allgemeinbevölkerung durch die Kombination aus einer kurzen, zentrumsbasierten, fachspezifischen Begleitung mit folgender Umsetzung als eigenständig durchgeführtes Programm.