Die Regionalplanung spielt in Deutschland eine zentrale Rolle im Mehrebenensystem der räumlichen Gesamtplanung. Sie konkretisiert planerische Vorgaben auf Landesebene und rahmt die Bauleitplanung auf kommunaler Ebene. Dazu bedient sich die Regionalplanung verschiedener Planungsinstrumente. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer bundesweiten Untersuchung vorgestellt, die im Rahmen eines von der DFG-geförderten Forschungsprojekts (DFG-Projekt „Der Einfluss der Raumplanung auf die Siedlungsentwicklung in Deutschland und der Schweiz: Eine vergleichende Analyse von Steuerungsfähigkeit und Steuerungswirkungen“ (DI 1641/14-1 Laufzeit 2018–2021). Antragsteller: Prof. Dr. Christian Diller, Justus-Liebig-Universität Gießen; Prof. Dr. Stefan Siedentop, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Nordrhein-Westfalen; Dr. Marco Pütz, Eidg. Forschungsanstalt WSL für Wald, Schnee und Landschaft, Birmensdorf (CH).) durchgeführt wurde. In einer Planinhaltsanalyse wurden hierbei zunächst für jede Planungsregion Gesamtindizes der Regulierungsintensität (RI) der Regionalpläne, differenziert nach positiv- und negativplanerischen Instrumenten, gebildet. Im Ergebnis zeigen sich Unterschiede zwischen, aber auch innerhalb von Bundesländern. Als Ergebnis der Wirkungsanalyse wurde schließlich ermittelt, dass Regionalpläne auch bei gleichzeitiger Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren wie der Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der Gebäude- und Freiflächen ausüben. Dabei ist allerdings die Wirksamkeit der einzelnen Planinstrumente unterschiedlich stark.

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Wirkungen der Regionalplanung bei der Steuerung der Siedlungsentwicklung

  • Sebastian Eichhorn,
  • Christian Diller,
  • David Pehlke

摘要

Die Regionalplanung spielt in Deutschland eine zentrale Rolle im Mehrebenensystem der räumlichen Gesamtplanung. Sie konkretisiert planerische Vorgaben auf Landesebene und rahmt die Bauleitplanung auf kommunaler Ebene. Dazu bedient sich die Regionalplanung verschiedener Planungsinstrumente. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer bundesweiten Untersuchung vorgestellt, die im Rahmen eines von der DFG-geförderten Forschungsprojekts (DFG-Projekt „Der Einfluss der Raumplanung auf die Siedlungsentwicklung in Deutschland und der Schweiz: Eine vergleichende Analyse von Steuerungsfähigkeit und Steuerungswirkungen“ (DI 1641/14-1 Laufzeit 2018–2021). Antragsteller: Prof. Dr. Christian Diller, Justus-Liebig-Universität Gießen; Prof. Dr. Stefan Siedentop, Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Nordrhein-Westfalen; Dr. Marco Pütz, Eidg. Forschungsanstalt WSL für Wald, Schnee und Landschaft, Birmensdorf (CH).) durchgeführt wurde. In einer Planinhaltsanalyse wurden hierbei zunächst für jede Planungsregion Gesamtindizes der Regulierungsintensität (RI) der Regionalpläne, differenziert nach positiv- und negativplanerischen Instrumenten, gebildet. Im Ergebnis zeigen sich Unterschiede zwischen, aber auch innerhalb von Bundesländern. Als Ergebnis der Wirkungsanalyse wurde schließlich ermittelt, dass Regionalpläne auch bei gleichzeitiger Berücksichtigung anderer Einflussfaktoren wie der Bevölkerungs- und Beschäftigtenentwicklung einen statistisch signifikanten Einfluss auf die Entwicklung der Gebäude- und Freiflächen ausüben. Dabei ist allerdings die Wirksamkeit der einzelnen Planinstrumente unterschiedlich stark.