Seltene und zystische Pankreastumore (exkl. IPMN)
摘要
Zu den seltenen, aber im klinischen Alltag relevanten Pankreasneoplasien zählen insbesondere zystische Pankreastumore. Neben den häufigsten zystischen Pankreasneoplasien, den intraduktalen papillär-muzinösen Neoplasien, welche in einem gesonderten Kapitel erörtert werden, spielen vornehmlich Pankreatitis-assoziierten Pseudozysten, die zystischen Neoplasien MCN (Muzinös zystische Neoplasie, mucinous cystic neoplasm), SCN (Serös zystische Neoplasie, serous cystic neoplasm) und SPN (Solid-pseudopapilläre Neoplasie, solid pseudopapillary neoplasm) sowie auch dysontogenetische Zysten eine Rolle. Die Differenzierung der einzelnen Zystenentitäten ist häufig nicht leicht, aber für eine adäquate Therapieentscheidung essenziell. Während bei Vorliegen einer Symptomatik oder Zeichen für Malignität sowie auch bei SPN und MCN > 4 cm eine Resektion empfohlen wird, können MCN < 4 cm, SCN, Pseudozysten und dysontogenetische Zysten ohne Symptome verlaufskontrolliert werden bzw. benötigen gar keine weitere Therapie. Bei unklarer Zystenentität kann eine Verlaufsbeobachtung wichtige Hinweise auf das biologische Verhalten der Zyste und damit für die weitere Therapieentscheidung liefern.