Die periphere arterielle Verschlusskrankheit manifestiert sich in der Regel schleichend mit oft asymmetrischen Wadenschmerzen und nächtlichen Muskelkrämpfen. Die klinische Stadieneinteilung erfolgt nach Fontaine oder Rutherford basierend auf verbliebener Gehstrecke und Gewebeläsionen. Die Risikofaktoren entsprechen denen der koronaren Herzkrankheit und des Typ-2-Diabetes mellitus, mit denen sie folglich häufig assoziiert ist. Die Lebenserwartung ist reduziert. Die Therapie umfasst je nach Stadium und Klinik die Reduktion der Risikofaktoren, Gehtraining, Pharmakotherapie und insbesondere in fortgeschrittenen Stadien endovaskuläre oder offen-chirurgische Revaskularisation zwecks Abwendung der Amputation. Die Kriterien zur Beurteilung einer peripheren Verschlusskrankheit sind die klinischen Stadien nach Fontaine oder Rutherford, definiert nach Gehstrecke und eventuellen Gewebeläsionen, woraus ein GdB zwischen 20 (noch > 500 m) und 100 (Ruheschmerz oder Ulcus beidseits) resultiert. Die Dopplerdruckwerte und die lokale Gefäßmorphologie können als weitere Kriterien dienen. Die im Gehtest ermittelte schmerzfreie Gehstrecke ist nicht mit der zumutbaren Wegstrecke zur Arbeit gleichzusetzen, sodass keine Erwerbsminderung resultieren muss. Ein Raynaud-Syndrom kann Folge chronischer Vibrationstraumen sein und dann eine Berufskrankheit darstellen.

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Arterielle Durchblutungsstörungen

  • Jürgen Fritze

摘要

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit manifestiert sich in der Regel schleichend mit oft asymmetrischen Wadenschmerzen und nächtlichen Muskelkrämpfen. Die klinische Stadieneinteilung erfolgt nach Fontaine oder Rutherford basierend auf verbliebener Gehstrecke und Gewebeläsionen. Die Risikofaktoren entsprechen denen der koronaren Herzkrankheit und des Typ-2-Diabetes mellitus, mit denen sie folglich häufig assoziiert ist. Die Lebenserwartung ist reduziert. Die Therapie umfasst je nach Stadium und Klinik die Reduktion der Risikofaktoren, Gehtraining, Pharmakotherapie und insbesondere in fortgeschrittenen Stadien endovaskuläre oder offen-chirurgische Revaskularisation zwecks Abwendung der Amputation. Die Kriterien zur Beurteilung einer peripheren Verschlusskrankheit sind die klinischen Stadien nach Fontaine oder Rutherford, definiert nach Gehstrecke und eventuellen Gewebeläsionen, woraus ein GdB zwischen 20 (noch > 500 m) und 100 (Ruheschmerz oder Ulcus beidseits) resultiert. Die Dopplerdruckwerte und die lokale Gefäßmorphologie können als weitere Kriterien dienen. Die im Gehtest ermittelte schmerzfreie Gehstrecke ist nicht mit der zumutbaren Wegstrecke zur Arbeit gleichzusetzen, sodass keine Erwerbsminderung resultieren muss. Ein Raynaud-Syndrom kann Folge chronischer Vibrationstraumen sein und dann eine Berufskrankheit darstellen.