Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) äußert sich klinisch mit Claudicatio intermittens und kann bei weiterer Verschlechterung der Perfusionsverhältnisse über Ruheschmerzen bis zur Ausbildung offener Läsionen wie Nekrosen und Gangrän manifestieren. Die Diagnostik der PAVK in der Angiologie basiert auf Anamnese, klinischer Untersuchung und nichtinvasiven, sowie invasiven Untersuchungsmethoden, ergänzt von spezifischen Funktionstests. Im standardisierten Gehtest oder durch die Laufbandergometrie lässt sich die funktionelle Beeinträchtigung durch eine PAVK objektivieren und die Stadieneinteilung nach Fontaine und Rutherford vornehmen. Die Lagerungsprobe nach Ratschow zeigt den Schweregrad einer peripheren Verschlusskrankheit an. Die Dopplerdruckmessung erlaubt die Quantifizierung der Durchblutungsstörung unabhängig von der Gehstrecke. Die Oszillographie kann zur Lokalisationsdiagnostik beitragen. Die Farbduplexsonografie der großen Arterien stellt die Methode der Wahl in der apparativen nicht-invasiven PAVK-Diagnostik und ersetzt viele dieser konventionellen Verfahren, da sie die Morphologie der Arteriosklerose direkt darstellt und gleichzeitig auch die hämodynamischen Auswirkungen von vaskulären Veränderungen aufzeigt. Bei eingeschränkter Beurteilbarkeit der arteriellen Perfusion durch die Duplexsonografie oder/und unklaren Sonografiebefunden kommt auch die semi-invasive Schnittbildgebung mittels Computer- und/oder Magnetresonanztomografie zum Einsatz. Weiterhin bleibt die invasive Angiografie auch heute noch der Referenzstandard der Diagnostik einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Als Fazit wird die Diagnose der PAVK durch eine breite (nicht)-invasive vaskuläre Diagnostik abgedeckt und gesichert.

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Diagnostik des Gefäßsystems

  • Mark Kerber,
  • Gerd Bönner

摘要

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) äußert sich klinisch mit Claudicatio intermittens und kann bei weiterer Verschlechterung der Perfusionsverhältnisse über Ruheschmerzen bis zur Ausbildung offener Läsionen wie Nekrosen und Gangrän manifestieren. Die Diagnostik der PAVK in der Angiologie basiert auf Anamnese, klinischer Untersuchung und nichtinvasiven, sowie invasiven Untersuchungsmethoden, ergänzt von spezifischen Funktionstests. Im standardisierten Gehtest oder durch die Laufbandergometrie lässt sich die funktionelle Beeinträchtigung durch eine PAVK objektivieren und die Stadieneinteilung nach Fontaine und Rutherford vornehmen. Die Lagerungsprobe nach Ratschow zeigt den Schweregrad einer peripheren Verschlusskrankheit an. Die Dopplerdruckmessung erlaubt die Quantifizierung der Durchblutungsstörung unabhängig von der Gehstrecke. Die Oszillographie kann zur Lokalisationsdiagnostik beitragen. Die Farbduplexsonografie der großen Arterien stellt die Methode der Wahl in der apparativen nicht-invasiven PAVK-Diagnostik und ersetzt viele dieser konventionellen Verfahren, da sie die Morphologie der Arteriosklerose direkt darstellt und gleichzeitig auch die hämodynamischen Auswirkungen von vaskulären Veränderungen aufzeigt. Bei eingeschränkter Beurteilbarkeit der arteriellen Perfusion durch die Duplexsonografie oder/und unklaren Sonografiebefunden kommt auch die semi-invasive Schnittbildgebung mittels Computer- und/oder Magnetresonanztomografie zum Einsatz. Weiterhin bleibt die invasive Angiografie auch heute noch der Referenzstandard der Diagnostik einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Als Fazit wird die Diagnose der PAVK durch eine breite (nicht)-invasive vaskuläre Diagnostik abgedeckt und gesichert.