Der Begriff Schlaganfall bezeichnet einen plötzlich auftretenden Ausfall von Gehirnfunktionen. Schlaganfall ist der Oberbegriff für die akute Schädigung von Hirnarealen, die entweder durch eine zerebrale Ischämie infolge eines Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder durch eine Hirnblutung (hämorrhagischer Hirninfarkt) verursacht wird. Schlaganfälle sind in Deutschland die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. In Deutschland treten circa 250.000 Schlaganfälle pro Jahr auf, das entspricht einer Ein-Jahres-Prävalenz von 317/100.000 Einwohner (Stahmeyer JT, Stubenrauch S, Geyer S, Weissenborn K, Eberhard S (2019) Häufigkeit und Zeitpunkt von Rezidiven nach inzidentem Schlaganfall – Eine Analyse auf Basis von GKV-Routinedaten. Dtsch Arztebl Int 116:711–717). Rund 40 % der Betroffenen sind nach einem Hirninfarkt langfristig so beeinträchtigt, dass sie Unterstützung im Alltag benötigen, wobei 20 % der Patienten zuvor schon Einschränkungen hatten.

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Zerebrovaskuläre Erkrankungen (Schlaganfälle)

  • Peter Kern

摘要

Der Begriff Schlaganfall bezeichnet einen plötzlich auftretenden Ausfall von Gehirnfunktionen. Schlaganfall ist der Oberbegriff für die akute Schädigung von Hirnarealen, die entweder durch eine zerebrale Ischämie infolge eines Gefäßverschlusses (ischämischer Hirninfarkt) oder durch eine Hirnblutung (hämorrhagischer Hirninfarkt) verursacht wird. Schlaganfälle sind in Deutschland die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für eine bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. In Deutschland treten circa 250.000 Schlaganfälle pro Jahr auf, das entspricht einer Ein-Jahres-Prävalenz von 317/100.000 Einwohner (Stahmeyer JT, Stubenrauch S, Geyer S, Weissenborn K, Eberhard S (2019) Häufigkeit und Zeitpunkt von Rezidiven nach inzidentem Schlaganfall – Eine Analyse auf Basis von GKV-Routinedaten. Dtsch Arztebl Int 116:711–717). Rund 40 % der Betroffenen sind nach einem Hirninfarkt langfristig so beeinträchtigt, dass sie Unterstützung im Alltag benötigen, wobei 20 % der Patienten zuvor schon Einschränkungen hatten.