Die durch degenerative Wirbelsäulenveränderungen hervorgerufenen Beschwerden werden als Wirbelsäulensyndrome bezeichnet. Je nach Lokalisation unterscheidet man Zervikal-, Thorakal- und Lumbalsyndrome. Zwei Drittel der Erkrankungen entfallen auf den unteren Abschnitt der Lendenwirbelsäule, etwa ein Drittel auf die Halswirbelsäule und nur zwei  Prozent auf die Brustwirbelsäule. Bleiben die Beschwerden auf die betroffenen Wirbelsäulenabschnitte beschränkt, spricht man vom lokalen Zervikal-, Thorakal- oder Lumbalsyndrom. Strahlen die Schmerzen durch Wurzelkompression oder pseudoradikuläre Symptomatik in die Extremitäten aus, so bezeichnet man diese an der Halswirbelsäule als Zervikobrachialgie, als thorakales Wurzelsyndrom an der Brustwirbelsäule und als Ischialgie an der Lendenwirbelsäule. Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule sind sehr häufig. Für das lokale Lumbalsyndrom (Lumbalgie, „Kreuzschmerz“) beträgt die Punktprävalenz 37 %, die Jahresprävalenz 67 % und die Lebenszeitprävalenz nahezu 100 %.

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Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule

  • Wolfram Teske,
  • Matthias Wiese

摘要

Die durch degenerative Wirbelsäulenveränderungen hervorgerufenen Beschwerden werden als Wirbelsäulensyndrome bezeichnet. Je nach Lokalisation unterscheidet man Zervikal-, Thorakal- und Lumbalsyndrome. Zwei Drittel der Erkrankungen entfallen auf den unteren Abschnitt der Lendenwirbelsäule, etwa ein Drittel auf die Halswirbelsäule und nur zwei  Prozent auf die Brustwirbelsäule. Bleiben die Beschwerden auf die betroffenen Wirbelsäulenabschnitte beschränkt, spricht man vom lokalen Zervikal-, Thorakal- oder Lumbalsyndrom. Strahlen die Schmerzen durch Wurzelkompression oder pseudoradikuläre Symptomatik in die Extremitäten aus, so bezeichnet man diese an der Halswirbelsäule als Zervikobrachialgie, als thorakales Wurzelsyndrom an der Brustwirbelsäule und als Ischialgie an der Lendenwirbelsäule. Degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule sind sehr häufig. Für das lokale Lumbalsyndrom (Lumbalgie, „Kreuzschmerz“) beträgt die Punktprävalenz 37 %, die Jahresprävalenz 67 % und die Lebenszeitprävalenz nahezu 100 %.