Virale Infektionen
摘要
Virale Infektionen zählen immer noch weltweit, besonders in den Entwicklungsländern, zu den häufigsten Todesursachen. Durch internationale systematische Impfkampagnen der WHO ist die Welt Pocken-frei geworden. Die Inzidenz der Infektionen, die durch eine Immunprophylaxe verhindert werden können, wurde drastisch gesenkt (Tollwut, Poliomyelitis, Masern). Die Arbovirusinfektionen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Gelbfieber können durch eine Impfung verhindert werden. Das durch das Lassa-, Ebola und Marburg-Virus hervorgerufene hämorrhagische Fieber kann nur symptomatisch behandelt werden und verläuft in 25 bis 90 % letal. In den 1980iger Jahren trat eine neue Tierseuche beim Rind auf, die bovine spongyforme Enzephalopathie (BSE), die mit der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) in Zusammenhang steht (Nahrungskette). Im selben Zeitraum begann die explosionsartige weltweite Verbreitung des neuen Retrovirus HIV. Durch intensive Aufklärungskampagnen und den Einsatz der hoch aktiven antiretroviralen Therapie (HAART) unabhängig vom Infektionsstadium, ist es gelungen, die weitere Ausbreitung der HIV-Infektion einzudämmen. Nach der rasch beherrschten Pandemie des H1N1-Virus (Schweinegrippe) im Jahre 2009 ist 2019/2020 eine neue, durch das SARS-Coronavirus-2 ausgelöste, Pandemie ausgebrochen, die bis April 2021 weltweit nahezu 3 Millionen Todesopfer gefordert hat. Seit Januar 2021 stehen mehrere wirksame Impfstoffe zur Verfügung. Die ebenfalls durch ein Coronavirus hervorgerufenen Infektionen der Atemwege SARS (schweres akutes respiratorisches Syndrom) im Jahre 2003 und MERS (Middle East Respiratory Syndrom) im Jahre 2012 blieben lokal auf Asien bzw. die arabische Halbinsel beschränkt und wurden nur in Einzelfällen in andere Länder exportiert.