Die sozialmedizinische Begutachtung in der Onkologie stellt eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe dar. Für Betroffene sind die Fragen der Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben nach oder mit einer Tumorerkrankung und die hierzu ggf. benötigten Unterstützungen und Hilfen ein elementarer Baustein eines „Cancer survivorship“. Für Sozialleistungsträger klärt die Begutachtung, ob die erforderlichen Voraussetzungen für den Bezug von Leistungen in einem Solidarsystem erfüllt sind. Bei der Begutachtung im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung gibt sie allen Beteiligten die Chance einen leidensgerechten Arbeitsplatz für einen leistungsgewandelten Beschäftigten zu finden. Zur Erfüllung dieser Aufgabe sind für den Gutachter die Kenntnisse zur onkologischen Erkrankung, zu den durchgeführten Therapien und ihren potenziellen günstigen/ungünstigen Wirkungen und der Wechselwirkungen mit ggf. vorbestehenden Leiden erforderlich. In der Erstellung eines Gutachtens sind die aufmerksame Wahrnehmung der Eigenanamnese, die gründliche körperliche Untersuchung und die kritische Würdigung aller vorliegenden Befunde erforderlich sowie die Bezugnahme auf den Kontext und die Fragestellung, zu der die Begutachtung erfolgt.

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Krebserkrankungen – Sozialmedizinische Begutachtung

  • Christa Kerschgens

摘要

Die sozialmedizinische Begutachtung in der Onkologie stellt eine wichtige und anspruchsvolle Aufgabe dar. Für Betroffene sind die Fragen der Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben nach oder mit einer Tumorerkrankung und die hierzu ggf. benötigten Unterstützungen und Hilfen ein elementarer Baustein eines „Cancer survivorship“. Für Sozialleistungsträger klärt die Begutachtung, ob die erforderlichen Voraussetzungen für den Bezug von Leistungen in einem Solidarsystem erfüllt sind. Bei der Begutachtung im Rahmen der beruflichen Wiedereingliederung gibt sie allen Beteiligten die Chance einen leidensgerechten Arbeitsplatz für einen leistungsgewandelten Beschäftigten zu finden. Zur Erfüllung dieser Aufgabe sind für den Gutachter die Kenntnisse zur onkologischen Erkrankung, zu den durchgeführten Therapien und ihren potenziellen günstigen/ungünstigen Wirkungen und der Wechselwirkungen mit ggf. vorbestehenden Leiden erforderlich. In der Erstellung eines Gutachtens sind die aufmerksame Wahrnehmung der Eigenanamnese, die gründliche körperliche Untersuchung und die kritische Würdigung aller vorliegenden Befunde erforderlich sowie die Bezugnahme auf den Kontext und die Fragestellung, zu der die Begutachtung erfolgt.