Schuhversorgung und Sekundärprävention beim diabetischen Fußsyndrom
摘要
Das diabetische Fußsyndrom ist eine chronische, nichtheilbare Erkrankung mit einer sehr hohen Rezidivrate. Das Vollbild der peripheren Neuropathie führt regelhaft zum vollständigen Verlust meist aller sensiblen Qualitäten wie Oberflächen- und Tiefensensibilität, Schmerz- und Temperaturempfinden. Hinzu kommen motorische Störungen mit muskulären Dys- und Imbalancen, die zu plantaren Druckerhöhungen an der Fußsohle und Deformitäten führen. Trockene Haut ist die Folge von Störungen des vegetativen Nervensystems mit vollständigem Verlust der Schweißsekretion. Bei der Hälfte der betroffenen Patienten liegt begleitend eine pAVK vor, dadurch wird das Gewebe weniger druckresistent und es kommt sehr rasch zu Ulzerationen, die bei fehlender Druckentlastung und nicht ausreichender Perfusion chronifizieren. Hauptursache dieser entstandenen Druckschäden ist bei ca. der Hälfte der Patienten das unsachgemäße Schuhwerk, für die Chronifizierung die nicht ausreichende Druckentlastung durch mangelnde Tragecompliance auf Patientenseite, manchmal auch unsachgemäße Hilfsmittel. In diesem Kapitel werden die Risikoklasseneinteilung und entsprechende Schuh- und Hilfsmittelversorgung für Menschen mit Diabetes dargelegt.