Die Dissektion hirnversorgender Arterien (CeAD) ist die häufigste Schlaganfallursache unter 50 Jahren. Charakteristisches Merkmal ist das intramurale Hämatom, das sensitiv mit dem MR (T1-fettgesättigte Sequenzen) nachgewiesen werden kann; dies mit Ausnahme der frühen Akutphase. Hier erweist sich die Duplexsonografie als zuverlässig; sie ist auch die Methode der Wahl für Follow-up Untersuchungen zur Therapiesteuerung und Beratung von Betroffenen. Bei CeAD-bedingtem Schlaganfall sollte trotz dafür geringer Evidenz die intravenöse Lyse oder endovaskuläre Revaskularisation eingesetzt werden. Sekundärprophylaktisch ist mit der unmittelbaren antithrombotischen Therapie zu beginnen. Ob diese mit Aspirin oder Vitamin-K-Antagonisten erfolgt, sollte individuell entschieden werden; unter Berücksichtigung, dass basierend auf kontrollierten Studien Aspirin nicht als Standardtherapeutikum gelten kann. Für den Einsatz direkt wirkender oraler Antikoagulantien fehlen Datenbasis und Zulassung.

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Dissektionen der extrakraniellen hirnversorgenden Arterien

  • Stefan Engelter,
  • Philippe Lyrer,
  • Christopher Tränka

摘要

Die Dissektion hirnversorgender Arterien (CeAD) ist die häufigste Schlaganfallursache unter 50 Jahren. Charakteristisches Merkmal ist das intramurale Hämatom, das sensitiv mit dem MR (T1-fettgesättigte Sequenzen) nachgewiesen werden kann; dies mit Ausnahme der frühen Akutphase. Hier erweist sich die Duplexsonografie als zuverlässig; sie ist auch die Methode der Wahl für Follow-up Untersuchungen zur Therapiesteuerung und Beratung von Betroffenen. Bei CeAD-bedingtem Schlaganfall sollte trotz dafür geringer Evidenz die intravenöse Lyse oder endovaskuläre Revaskularisation eingesetzt werden. Sekundärprophylaktisch ist mit der unmittelbaren antithrombotischen Therapie zu beginnen. Ob diese mit Aspirin oder Vitamin-K-Antagonisten erfolgt, sollte individuell entschieden werden; unter Berücksichtigung, dass basierend auf kontrollierten Studien Aspirin nicht als Standardtherapeutikum gelten kann. Für den Einsatz direkt wirkender oraler Antikoagulantien fehlen Datenbasis und Zulassung.