Zur revaskularisierenden Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), vorrangig im Stadium der kritischen Extremitätenischämie (CLTI), erfolgt eine perkutane transluminale Angioplastie (PTA), um die Perfusion, und damit die klinische Situation des Patienten zu verbessern. Eine erfolgreiche PTA beginnt bereits bei der Planung des richtigen Zugangsweges. Die klassischen antegraden und retrograden femoralen Zugänge über die A. femoralis communis (AFC) werden durch zahlreiche weitere Möglichkeiten komplettiert. Grundlage der Gefäßinterventionen ist zunächst die herkömmliche Ballonangioplastie, die durch medikamentenbeschichtete Devices, Stentimplantationen, Thrombektomieverfahren, eine lokale Thrombolysetherapie und zahlreiche weitere Techniken ergänzt oder ersetzt werden kann. Die Wahl der Interventionstechnik und des zu verwendenden Materials hängt von der behandelten Gefäßregion und der Gefäßpathologie ab, zudem ist die Unterscheidung zwischen chronischer pAVK und akuter Extremitätenischämie zu berücksichtigen. Eine PTA sollte als invasiver Eingriff immer einer sorgfältigen Indikationsstellung, Planung und Durchführung zur Vermeidung von Komplikationen unterliegen. Insbesondere der Verschluss der Punktionsstelle birgt zahlreiche Schwierigkeiten, die mit modernen Gefäßverschluss-Systemen deutlich seltener auftreten. Die genaue Kenntnis und Beherrschung der Therapieoptionen, deren Langzeitprognose und möglicher Komplikationen sowie das Vorhandensein der erforderlichen Materialien und struktureller Gegebenheiten (vgl. Strukturqualität im Kapitel „Qualitätssicherung“) sind unabdingbare Voraussetzungen für die verantwortungsvolle Durchführung der Interventionen bei den häufig multimorbiden und schwer kranken Patienten.

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Prinzipien der endovaskulären arteriellen Interventionen

  • Marcus Thieme,
  • Hans Krankenberg

摘要

Zur revaskularisierenden Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), vorrangig im Stadium der kritischen Extremitätenischämie (CLTI), erfolgt eine perkutane transluminale Angioplastie (PTA), um die Perfusion, und damit die klinische Situation des Patienten zu verbessern. Eine erfolgreiche PTA beginnt bereits bei der Planung des richtigen Zugangsweges. Die klassischen antegraden und retrograden femoralen Zugänge über die A. femoralis communis (AFC) werden durch zahlreiche weitere Möglichkeiten komplettiert. Grundlage der Gefäßinterventionen ist zunächst die herkömmliche Ballonangioplastie, die durch medikamentenbeschichtete Devices, Stentimplantationen, Thrombektomieverfahren, eine lokale Thrombolysetherapie und zahlreiche weitere Techniken ergänzt oder ersetzt werden kann. Die Wahl der Interventionstechnik und des zu verwendenden Materials hängt von der behandelten Gefäßregion und der Gefäßpathologie ab, zudem ist die Unterscheidung zwischen chronischer pAVK und akuter Extremitätenischämie zu berücksichtigen. Eine PTA sollte als invasiver Eingriff immer einer sorgfältigen Indikationsstellung, Planung und Durchführung zur Vermeidung von Komplikationen unterliegen. Insbesondere der Verschluss der Punktionsstelle birgt zahlreiche Schwierigkeiten, die mit modernen Gefäßverschluss-Systemen deutlich seltener auftreten. Die genaue Kenntnis und Beherrschung der Therapieoptionen, deren Langzeitprognose und möglicher Komplikationen sowie das Vorhandensein der erforderlichen Materialien und struktureller Gegebenheiten (vgl. Strukturqualität im Kapitel „Qualitätssicherung“) sind unabdingbare Voraussetzungen für die verantwortungsvolle Durchführung der Interventionen bei den häufig multimorbiden und schwer kranken Patienten.