Da es sich bei Patienten, die sich einem operativen oder interventionellen Gefäßeingriff unterziehen müssen, häufig um multimorbide Patienten handelt, sollte präoperativ eine gezielte Risikostratifizierung erfolgen. Hierzu sollten im Rahmen einer sorgfältigen Anamnese und körperlichen Untersuchung möglichst umfassend alle Begleiterkrankungen und Risikofaktoren erfasst werden. Insbesondere sollte der Glukosestoffwechsel diabetischer Patienten vor einem elektiven Eingriff möglichst stabil eingestellt werden. Niereninsuffiziente Patienten sollten gezielt erfasst und nephrotoxische Medikamente identifiziert und ggf. pausiert werden. Adipöse Patienten haben ein erhöhtes Risiko eines komplizierten Atemwegsmanagements und sollten gezielt auf das Vorliegen eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms (OSAS) hin abgeklärt werden. Der sorgfältigen Evaluation der Begleitmedikation, insbesondere von Antikoagulanzien, kommt zur Vermeidung von Blutungskomplikationen ein besonderer Stellenwert zu (siehe Kap. „Präinterventionelle Vorbereitung“). Zur gezielten kardiovaskulären und pulmonalen Risikostratifizierung siehe Kap „Beurteilung des kardiovaskulären Risikos“ bzw. „Beurteilung des pulmonalen Risikos“. 

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Beurteilung allgemeininternistischer Risiken

  • Bernd Krabbe

摘要

Da es sich bei Patienten, die sich einem operativen oder interventionellen Gefäßeingriff unterziehen müssen, häufig um multimorbide Patienten handelt, sollte präoperativ eine gezielte Risikostratifizierung erfolgen. Hierzu sollten im Rahmen einer sorgfältigen Anamnese und körperlichen Untersuchung möglichst umfassend alle Begleiterkrankungen und Risikofaktoren erfasst werden. Insbesondere sollte der Glukosestoffwechsel diabetischer Patienten vor einem elektiven Eingriff möglichst stabil eingestellt werden. Niereninsuffiziente Patienten sollten gezielt erfasst und nephrotoxische Medikamente identifiziert und ggf. pausiert werden. Adipöse Patienten haben ein erhöhtes Risiko eines komplizierten Atemwegsmanagements und sollten gezielt auf das Vorliegen eines obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms (OSAS) hin abgeklärt werden. Der sorgfältigen Evaluation der Begleitmedikation, insbesondere von Antikoagulanzien, kommt zur Vermeidung von Blutungskomplikationen ein besonderer Stellenwert zu (siehe Kap. „Präinterventionelle Vorbereitung“). Zur gezielten kardiovaskulären und pulmonalen Risikostratifizierung siehe Kap „Beurteilung des kardiovaskulären Risikos“ bzw. „Beurteilung des pulmonalen Risikos“.